Ein Jahr nach den ersten Shutdowns sieht der Welt-Zahnärzteverband FDI ein weltweites „dental disaster“ kommen – mit negativen Folgen für die Mundgesundheit. Die Pandemie habe Routinen verändert: Menschen vernachlässigten das Zähneputzen, naschten mehr und gingen nicht zum Zahnarzt. „Bezeichnen wir es als das, was es ist – eine zahnmedizinische Katastrophe“, erklärte FDI-Präsident Gerhard Konrad Seeberger. Während der ersten Covid-19-Welle waren Zahnarztpraxen häufig geschlossen. Vielerorts mussten zahnärztliche Termine verschoben oder abgesagt werden, außer für dringende Notfallbehandlungen. Nach FDI-Angaben berichteten 77 Prozent der Länder über eine teilweise oder vollständige Unterbrechung. Zwischen der ersten und zweiten Welle konnten die Praxen oftmals wieder öffnen. Dabei zeigte sich, dass Zahnärzte in den meisten Teilen der Welt deutlich niedrigere Sars-CoV-2-Infektionsraten haben als andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Trotzdem gingen viele Menschen erst dann zum Zahnarzt, wenn sie extreme Schmerzen hatten. Bei Hochrisikopatienten habe das oft zu großen Problemen geführt, so die FDI. Seeberger betonte, der Zahnarztbesuch sei sicher.

 

Quelle: fdi, jh (Stand: 23.03.2021)